Hilfe - Kind lernt im KIWI genau das, was es nicht lernen soll

Dieses Thema im Forum "Forum" wurde erstellt von anroma, 25 November 2007.

  1. ich denke es gibt unterschiedliche erwartungen an die kindergärten. hier zwei ganz gegensätzliche ansichten.
    ich zb. bin eine von der sorte: keine zwangsbasteleien sondern förderung der kinder nach bedarf und wunsch, bewegungsfreiheit im kindergarten, laternenfest, abschlussfest ist für die kinder und um gemeinsam auch mal im kindergarten etwas zu machen.

    eine andere mutter hatte zb. als wunsch: gemeinsames basteln damit alle das gleiche machen und nur so das kind gefördert werden kann, aufenthalt sollte nur in der eigenen gruppe gestattet sein, der hauptteil des tages sollte mit für alle verpflichtetem programm ausgelastet sein. bei festen muss den eltern etwas geboten werden, denn sonst zahlt es sich ja nicht aus hinzugehen.
     
  2. Katrin08

    Katrin08 Gast


    Lg...
     
  3. anroma

    VIP: :Silber

    Schöne Grüße
    anroma
     
  4. anroma

    VIP: :Silber

    Danke Mutter-Ente, hab Dir eine PN gesandt.

    Schöne Grüße
    anroma
     
  5. Katrin08

    Katrin08 Gast

    Was heißt sie hat privat was gelesen? hast du genau gesehen, was es war?

    Zum Elternabend: Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Eltern froh sind, wenn es bald vorbei ist, und sie nach hause dürfen, vor allem wenn sie von einem langen Arbeitstag kommen.
    2 Stunden sind da oft schon Aufmerksamkeit genug aus der Sicht der Eltern. Ich habe dann den Eltern Raum gegeben, die von selbst zu mir gekommen sind. Bist du zu ihr hingegangen und hast sie was gefragt?

    Meiner Meinung nach lebst du zu sehr nach Vorgaben und schriflichen Auflagen. Gerade der Kindergarten ist ein system, was Tag täglich Flexibilität und Spontanität von allen verlangt. Wenn sich zwei Organisationen einen Raum teilen müssen gibt es immer Terminschwierigkeiten. Man kann nicht davon ausgehen, dass der Kiga das schon von Anfang an wusste. Es konnte auch erst kürzlich ein Belegsproblem vom Turnsaal aufgetreten sein.

    was meinst du mit Kiwi hat straffe Dienstzeiten?
    Wir haben deshalb 13 Stunden am Tag geöffnet, weil wir ein Betriebskindergarten sind.

    lg
     
  6. die2hasen

    die2hasen Gast-Teilnehmer/in

    so, ich hab jetzt nicht alles gelesen, die beiträge sind doch z.T. recht lang.

    meine tochter ist wohl gleich alt wie dein sohn, und sie besucht zusammen mit meinem sohn den kiwi steinergasse, auch im 23. bezirk, und sie kommt im herbst auch in die wiesenschule :)

    ich kann deine erfahrungen überhaupt nicht bestätigen, bei uns läuft das ganz anders. ich bin sehr froh, dass sarah in einen kiwi geht, denn sie ist sehr reif für ihr alter, liest und schreibt, und ich hab bei diesem kiga einfach das gefühl, dass sie optimal gefördert wird und ihr das letzte kiga-jahr alles andere als fad wird.

    ich weiss jetzt gar nicht recht, wo ich anfangen soll, sarahs tag ist total ausgefüllt. bei uns gibt es die gruppe der ältesten, in der alle vorschulkinder zusammen sind, die haben ein spezielles programm, von einem eigenen turnen über tägliches obstschnippeln in der küche etc., jeden montag gibts englisch, und die vorschulkinder haben eine eigene musikgruppe, die sich immer mittwochs trifft, jetzt gemeinsam kazoo spielen lernt...tausend dinge! wenn meine beiden malen wollen, gehen sie in die ateliergruppe, bei mir stapeln sich die kunstwerke, die sie mit heim bringen. meine tochter liebt auch ihre stammgruppe, da sie gerne konstruiert, momentan baut sie stundenlang die tollsten dinge aus speziellen bausteinen.

    die gschicht mit den pädagoginnen kann ich auch überhaupt nicht bestätigen, unsere sind alle total lieb und bemüht, man kann sie immer und jederzeit alles fragen, sogar wenn sie viel um die ohren haben. wenn ich besondere anliegen habe oder gerne länger über meine kinder sprechen möchte, trage ich mich für ein elterngespräch ein.

    ganz ehrlich: ich finde, du machst viel zu viel wirbel um die schul-geschichte. ich hab mich ehrlich gesagt kein einziges mal gesorgt, dass mein kind irgendwas noch nicht kann, was sie für die schule braucht, für buchstaben interessiert sie sich schon ewig lang, und sie arbeitet im kiga jeden tag mit viel material, egal ob es da um formen, zahlen oder andere dinge geht. ich hab auch nix mit ihr speziell geübt, glaubst du nicht, dass du da viel zu viel druck hast?

    eine frage am schluss: wenn du mit dem offenen arbeiten so gar nix anfangen kannst, meinst du wirklich, dass dein sohn in der wiesenschule gut aufgehoben sein wird? meine erfahrung ist halt, dass sich ein kind auch nicht wohlfühlt, wenn die eltern so gar nicht von einem konzept überzeugt sind...

    lg,
    ilse
     
  7. Antschi

    Antschi Gast

    @anroma: Meine Große ist ein Vorschulkind am Alma Seidler Weg, und ich kann Deine Anschuldigungen einfach nicht nachvollziehen. Die Angebote von denen Du schreibst daß es sie nicht gibt, die finden sehr wohl statt. Ich kenne den Kindergarten seit 2003, weiß was in den letzten Jahren mit den Vorschulkindern gemacht wurde (nämlich all das, wovon Du glaubst daß es nur leere Versprechungen wären), und ich gehe selbstverständlich davon aus daß das Programm heuer auch so aussehen wird. In den Eingewöhnungsmonaten Sept./Okt. ist es meist eher gruppenbezogen, da hattet Ihr sicherlich einen Nachteil durch den Pädagoginnenwechsel.

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen daß Du all Deine Kritikpunkte nicht bei den Pädagoginnen direkt ansprichst, ich habe das immer so gehandhabt daß ich beim Bringen oder Abholen ein paar Worte gewechselt habe. Oder ist Dein Sohn jeden Tag so lange im KiGa daß Du nur die Sammelgruppe siehst? Selbst dann siehst Du mind. 1x in der Woche eine Pädagogin aus seiner Stammgruppe....
    Daß die Leiterin nicht immer vor Ort ist weiß ich, dafür hat sie ja einen Zettel mit ihren Anwesenheitszeiten an der Tür hängen. Und notfalls kann man telefonieren.
    Die Entwicklungsgespräche sind nicht dazu gedacht, um dringende Probleme so wie Du sie hast abzuklären, sondern sind eben Informationen über die Interessen und Entwicklung Deines Kindes aus Pädagoginnen-Sicht.

    Vom Forum-Schreiben alleine wirds nicht besser, jedenfalls nicht wenn Du Dich so ins Thema verbeißt.

    Übrigens, meine Einschätzung ist, wenn Du schon solche Schwierigkeiten mit dem KiGa hast, wirst Du in der angrenzenden Schule auch nicht glücklich werden. Da gibts nämlich ausschließlich montessoriorientierte Mehrstufenklassen, wo es durchaus vorkommen kann daß Dein Sohn als einziger ein bestimmtes Übungsblatt hat, weil die Klassenkollegen im Moment grad mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind. Es ist logischerweise keine Schule wo alle jederzeit das gleiche machen.
    Also keine direkten Vergleichsmöglichkeiten, und Selbständigkeit und Selbstverantwortung für die Lernfortschritte ist durchaus gefragt.
     
  8. anroma

    VIP: :Silber

    Wenn es bei uns so wäre, hätte ich nie ein Wort darüber verloren!

    Schöne Grüße
    anroma
     
  9. anroma

    VIP: :Silber

    Wenn Dir bei jedem irgendwie möglichen Tür- und angelgespräch erklärt wird, es ist alles bestens, Sohn hat sich gut eingelebt, hat auch Freunde usw. und dann hast Du das Gefühl, Dein Kind fühlt sich unterbeschäftigt und er langweilt sich, dann beginnt man erstmal die Hintergründe zu finden.
    Fragst Du Deinen Sohn, was er nach dem Mrgenkreis so macht und in welchen Gruppen er war und er erklärt Dir, ich war ausser wenn wir zu Sammelgruppen in andere Gruppen gingen noch nie in einer anderen Gruppe - Du das nicht ganz glaubst, und fragst schon, was denn nach dem Morgenkreis in den anderen Gruppen gemacht wird und Du kriegst zur Antwort, wie soll ich das wissen, wenn ich noch nie dort war, beginnt man zu denken.

    Tja, also finden es die Kigä seiner Gruppe auch in Ordnung dass er nie die Angebote nützt und in eine andere Gruppe geht - oder es fällt ihnen nicht auf - wie man es sehen will. Das nennt man in der Gruppe meines Sohnes Förderung.
    Ich bin ja nicht dabei, ich kann es nicht beurteilen - ich bin auf das angewiesen, was mir von der Gruppenpädagogin und der Leiterin gesagt wird und laut den beiden Damen ist alles in bester Ordnung.

    Schöne Grüße
    anroma

    Schöne Grüße
     
  10. triddy

    triddy Gast-Teilnehmer/in

    wie schon so oft geschrieben: hast du mittlerweile persönlich mit irgendjemandem aus dem kindergarten gesprochen und deinen unmut geäußert?
    ich gebe dir schon recht, dass man einem neuen kind die anderen gruppen zeigen sollte.
    vielleicht haben sich die pädagoginnen auch gedacht, sie lassen ihn mal in seiner "stammgruppe" "warm werden" und zeigens ihm auf nachfragen?
    oder sie ham den trugschluss getroffen, dass ihm klar war, dass er sich frei im kindergarten bewegen kann.
    oder auch, dass er als vorschulkind eh von selbst drauf kommt und mit anderen kindern mit geht...

    nur glaube ich wirklich, dass du hier sinnlos deine energien verpulverst statt dich an die wirkliche lösung des problems zu machen...

    und bei uns war es kein problem ein kind nach 2 wochen wieder unterzubringen, weil es sich nach einem umzug im neuen kindergarten nicht wohl gefühlt hat.
    unser haus hat es als "überstandskind" wieder aufgenommen.
    vielleicht geht das bei eurem kico auch? hast schon gefragt?
     
  11. anroma

    VIP: :Silber

    Wie ich vorhin schrieb, immer wenn ich mit den Pädagoginnen gesprochen habe, war alles in bester Ornung, usw - keinerlei Probleme.
    Niemanden ist aufgefallen, dass sich mein Kind langweilt und sich daher von jedem mitreißen läßt, der sich mit ihm unterhält - und gibt ihm dieser auch noch so großen Unsinn von sich.
    Warum muß ich immer zu den Pädagoginnen laufen, wenn mir ohnehin ständig glaubhaft gemacht wird, es ist alles bestens? Ich muß es glauben, was man mir sagt!
    Warum fragt mich keiner, warum mein Kind die Angebote nicht annimmt - die Gruppen in den möglichen Zeiten nicht wechselt? Oder merkt eben an, dass das aufgefallen ist?

    Hätte sich mein Sohn - gegen seine Gewohnheit - nicht von einem "Schimpfwortakrobaten" mitreißen lassen, und der Unsinn immer mehr und krasser geworden, den er von sich gegeben hat. wäre ich nie dahintergekommen, dass er die anderen Angebote nichtmal kennt (ich übrigens auch immer noch nicht), daher nicht in Anspruch nimmt und die Ausstattung de anderen Gruppen nur aus den Nachmittagsstunden als Sammelgruppe kennt.

    Warum müssen immer die Eltern zu den Pädagoginnen kommen, warum kann das nicht umgekehrt der Fall sein? Wenn man das Jausengeld einsammelt, kann man uns ja auch ansprechen.
    Aber wie gesagt, wenn man mir 3 Monate immer wieder erklärt, dass alles in bester Ordnung ist, dann hat man sich offenbar nicht sehr viel Gedanken darüber gemacht, ob sich das Kind in einem offenen KiGa immer in derselben Gruppe mit dem selben Angebot langweilt oder ausgelastet fühlt.

    Warum ich nicht gefragt habe, ob man ihn in der KiCo wieder nimmt?
    Ich möchte meinem Sohn einfach ersparen, im letzten Jahr hin- und hergeschoben zu werden, ich hab das als Kind jedes Jahr erlebt - muß nicht sein!

    Zum Schluß: Ich bin durchaus für offenen KiGa, für offene Schule - wir haben bereits vor 2 Jahren gesagt, unser Sohn soll die Möglichkeit der offenen Schule haben.
    Auch das war mit ein Grund, ihn in den KIWI zu geben, damit er ein Jahr Zeit hat, sich an das offene System zu gewöhnen.
    Allerdings: wenn ein 5 1/2jähriges Kind 38 Monate in einem Kindergarten mit geschlossenen Gruppen war - und das weiß der gesamte KiGa von unserem Sohn - kann man doch nicht erwarten, dass er sich auf Anhieb im offenen System zurechtfindet - und da finde ich schon, dass es Auftrag des KiGa-Personal ist, ihn anfangs dabei zu unterstützen und mit mir das Gespräch zu suchen.
    Sollte jetzt der Einwand kommen, dass man sich nicht um jedes Kind individuell kümmern kann - sehe ich ein - aber dann soll man in der Eingewöhnungsphase den Eltern die Möglichkeit geben, hier unterstützend zu wirken - aber die hatte ich ja auch nicht - weil ja selbst ich die Angebote nicht kenne und mir diese noch niemand vorgestellt hat.

    Schöne Grüße
    anroma
     
  12. Antschi

    Antschi Gast

    Ich kann mir vorstelle, daß Dein Sohn sich unterbeschäftigt und gelangweilt fühlt, weil es eben im KIWI KiGa darauf ankommt daß er von sich aus aktiv wird. Das kennt er scheinbar noch nicht, und wartet darauf daß ihm gesagt wird was als nächstes auf dem Programm steht, wenn er es bisher vom anderen KiGa so gewöhnt war.

    Erstens mal hab ich keinen Sohn sondern 2 Töchter. Und ja, die Große erzählt mir schon was sie so tagsüber gemacht hat (natürlich fast nur auf Nachfrage, und ich erwarte nicht, daß sie mir über den Tagesablauf lückenlos Bericht erstatten kann mit 5,5 Jahren).
    Schau, es hat z.B. eine Zeit gegeben wo sie zu Hause kein neues KiGa-Lied gesungen hat. Vorher hat sie alles mögliche nachgesungen, plötzlich nicht mehr. Hab ich halt nachgefragt, ob sie weniger singen - das war nicht der Fall, die Interessen meiner Tochter lagen einfach woanders zu dem Zeitpunkt. Mittlerweile singt sie wieder.


    Nun, ich weiß daß die Kinder sehr genau beobachtet werden in ihrem Tun und Lassen. Es wird z.B. eine Liste geführt welches Kind wie oft an welchen Aktivitäten teilnimmt, bzw. an welchen gar nicht. Wenn auffällt daß ein Kind über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Aktivität meidet, versuchen sie auch, das Kind dazu zu animieren.
    Ich fand diese Stricherlliste anfangs ziemlich übertrieben, aber wenn ich mir Deine Postings so ansehe wundert es mich nicht daß sie sowas dokumentieren.

    Da Du all diese Fragen und Unsicherheiten nicht zwischen Tür und Angel klären wirst können, würde es mich wirklich interessieren wie das Gespräch gelaufen ist das Du hoffentlich jetzt bald führen wirst.
     
  13. Antschi

    Antschi Gast

    Da wäre zu klären, warum die Pädagoginnen eine von Dir unterschiedliche Sichtweise haben. Welche Ansprüche stellen die Pädagoginnen - welche Ansprüche stellst Du?

    Wer hat das Problem, Du oder die Pädagoginnen? Ich denke, Du, also liegt es an Dir Dein Problem den Pädagoginnen zu schildern. Wenn sie nichtmal wissen was Dich quält, wie sollen sie dann was zur Lösung beitragen?

    Weils vielleicht eine zu kurze Zeit war bisher? Ich bin mir sicher, Dein Sohn hat sich mit etwas beschäftigt, und daß er anfangs das offen Haus nicht wirklich nutzt überrascht mich nicht, das haben meine beiden nämlich auch nicht, das kam erst mit der Zeit. 20 für ihn neue Kinder in der eigenen Gruppe, dazu noch die VS-Kinder Aktivitäten, und die Sammelgruppe sind doch ohnehin schon viel Neues zum Verarbeiten, warum muß er sich gleich mit den restlichen 85 Kindern + 12 anderen Pädagoginnen abgeben, oder sogar Freunde außerhalb seiner Gruppe suchen?


    Nochmals: wer hat das Problem?

    Dann versteh ich wirklich nicht warum Du ihn aus dem bisherigen KiGa rausgenommen hast?!? :confused:
     
  14. triddy

    triddy Gast-Teilnehmer/in

    alles in allem liest du dich für mich in summe ziemlich gespalten.
    einerseits schreibst du ihr habt wegen 60 euro ersparnis im monat gewechselt, dann streitest du das wieder ab.
    dann war der freund schuld, der weggegangen ist.
    dann seid ihr offen für offenen systeme, du schreibst aber am anfang gleich mal, dass in der schule dann keine selbstständigkeit gefordert wird, sondern leistung.
    jetzt wieder schreibst, er kommt in eine offene schule...
    ich kenn mich nimmer ganz aus bei euch...

    aber ich wünsche dir und deinem sohn das beste.
    :wave:
     
  15. anroma

    VIP: :Silber

    Es sind gemeinsame Faktoren:
    1. Er soll nächstes Jahr in die Wiesenschule gehen, und im KiGa Freunde finden, die mit ihm gemeinsam die Schule besuchen.
    2. Da die Wiesenschule eine eher offene Schule ist, soll unser Sohn die Möglichkeit haben, sich vorher schon in dieses System einzuleben.
    3. Wir wohnen vom Alma-Seidler-Weg 3 Min. Fußweg entfernt, ist auch für unseren Sohn positiv, da er morgens mehr Zeit hat und nachmittags um ca. 1 Stunde früher zu Hause ist - worüber unser Sohn auch nicht unglücklich ist.
    4. Wenn man all diese Faktoren zusammenzählt, und man sich dann noch € 60,-- erspart, freut man sich doppelt.
    5. Unser Sohn ging nicht wegen des Freundes im alten KiGa weg, sondern der Ausstieg dort fiel ihm nicht schwer, weil eben sein Freund auch weggegangen ist, aber wie ich bereits schrieb, in einen völlig anderen und städtischen Kindergarten. Da hat das eine mit dem anderen aber gar nichts zu tun - wären nicht die 4 vorherigen Punkte gewesen, hätten wir ihn im alten KiGa gelassen

    Ich finde schön, dass hier jeder der Ansicht ist, über ein Kind und dessen Befindlichkeit urteilen zu können, der das Kind gar nicht - oder vielleicht nur vom Sehen kennt.
    Ich denke schon, dass ich als Mutter sehr wohl weiß, wann sich mein Kind langweilt oder nicht - und da Probleme zwar da waren, aber erst letzte Woche für das eigentliche Verhalten meines Sohnes unnatürliche Ausmaße annahmen, habe ich mir darüber mal Gedanken gemacht, was der Grund sein könnte - und in unzähligen Gesprächen in den letzten Tagen, fand ich den Grund raus, dass er sich langweilt und das System nicht durchschaut hat.

    Auch mein Sohn erzählt mir, was er den ganzen Tag gemacht hat, ich hörte jeden Tag nur ein Spiel gespielt - hat er mal etwas anderes gemacht, wie bspw. die Laterne gebastelt, hab ich ihn nicht fragen müssen, das ist förmlich selbstständig aus ihm rausgebrodelt.

    Diese Woche führt eine Pädag-Schülerin ihre Praxiswoche mit vielen Schwerpunkten in seiner Gruppe durch - und siehe da, aus ihm brodelt wieder raus, was er alles gemacht hat - und für das Kind, von dem er so vielen Unsinn gelernt hat, hat er nichtmal Zeit - sagt er selbst.
    Klar haben die Kigä mit einem Kind, das ruhig den ganzen Tag spielt und brav macht, was man ihm sagt, kein Problem - trotzdem muß es doch auffallen, dass dieses Kind nichts anderes macht - das sehe ich ja den ganzen Tag nicht - die Kigä sollten das sehr wohl sehen - und dann eben abklären und auch mit mir darüber reden.

    Nochmal - es kommen immer wieder zu Hause kleinere oder auch gröbere Vorkommnisse zu Tage, die man einfach als gegeben hinnimmt, weil es normal ist, dass ein Kind vom KiGa auch schon mal Unsinn mit nach Hause bringt.
    Irgendwann ist dann der Zeitpunkt da, dass es nur noch Unsinn von sich gibt und man das ganze Verhalten seines Kindes nicht gewohnt ist. Es fällt immer nur der Name eines Kindes, mit dem er offenbar zuviel Zeit verbringt.

    Da man selbst aber auch Beruf, Haushalt usw. hat, und selbst noch nicht ganz das offene System gewohnt ist, denkt man sich erst nicht viel dabei, zumal man es ja vom anderen KiGa gewohnt war, dass die Kinder einer Gruppe ständig zusammen waren.
    Irgendwann aber ist der Punkt erreicht, wo man merkt, dass irgendetwas nicht stimmen kann und fragt sich, warum bei einem angebl. so vielvältigen Angebot das Kind immer mit demselben anderen Kind zusammen "klebt" und täglich nur ein Spiel spielt.
    Ja, und durch tagelanges Hinterfragen kommt man dann drauf, dass das Kind das offene System noch nicht durchschaut hat, seit dem ersten Tag immer nur dasslebe Angebot in seiner Gruppe vorfindet und annimmt und vormittags noch nie in einer anderen Gruppe war und sich beim immer gleichbleibenden Angebot entsprechend langweilt.

    Mein Kind verbringt 8 Stunden 5mal die Woche im Kindergarten und es ist für die Kigä völlig ok, dass er keine anderen Gruppen besucht und deren Angebote annimmt? Obwohl ich jede für meinen Sohn zuständige Ansprechperson (Kigä und Leiterin) im KiGa darauf hingewiesen habe, dass er für sein Leben gern bastelt, er das auch bekräftigt, indem er Basteleien von zu Hause in den KiGa mitnimmt, aber ein ruhiges und eher schüchternes Kind ist!
    Warum muß ich da erst mühevoll draufkommen? Warum redet man nicht mit mir darüber? Weil bei einem ruhigen Kind, das im KiGa keine Probleme macht, auch wenn es 3 Monate lang immer dasselbe macht, ja eh alles ok ist? Da fällt niemandem in 3 Monaten etwas auf?
    Bitte nicht falsch verstehen, aber hätte sich mein Sohn nicht ausgerechnet von dem Buben, der soviel Unsinn von sich gibt, mitreißen lassen - und hätte er diesen Unsinn nicht zu Hause verbreitet, wäre mir das nie aufgefallen - und dann muß ich annehmen, dass mein Sohn das ganze Jahr in seiner Gruppe bei gleichbleibendem Angebot geblieben wäre und es wäre auch alles ok gewesen, denn er macht ja keine Probleme!

    Schöne Grüße
    anroma
     
  16. anroma

    VIP: :Silber

    Einfach nochmal in Kurzform:

    Fällt ein Kind in einem KiGa nur dann auf, wenn es Probleme macht, weil es ständig tobt, schreit, wirft, beißt, zwickt, usw?
    Sind nur das Probelmkinder, ist nur bei denen nicht alles ok?

    Sollte man nicht im KiGa auch Probleme bei einem ruhigen Kind, das monatelang dasselbe macht, sehen und mit den Eltern besprechen?
    Ist wirklich alles ok, wenn ein Kind immer nur das macht, was in der Stammgruppe angeboten wird und dort nicht seinen Unmut darüber äußert?

    So jedenfalls wird es mir vermittelt.

    Wenn ihr schreibt, es ist vielleicht noch zu kurz, um meinen Sohn das System verständlich zu machen - dass er die Wahrheit über den Nikolo erfährt, dafür war es lang genug?

    Tut mir leid, das ist widersprüchlich!

    Schöne Grüße
    anroma
     
  17. ist völlig nachvollziehbar, denn diese aufklärung (warum auch immer) in der zeit stattfand in der er im kindergarten war.

    und auch wenn sie alle möglichkeiten offen haben, kann es eben sein, dass ein kind lieber mit seinem freund etwas bestimmtes immer wieder spielt (gerade rollenspiele sind ja sowas was nie langweilig wird weil es immer etwas neues gibt)

    es gibt auch kinder die zb. hauptsächlich dort sind wo man unter anderem ungehemmt spaßraufen oder eine polsterschlacht machen kann (mit matratzen und pölstern ausgelegter raum wo wild sein ausgelebt werden kann)
     
  18. anroma

    VIP: :Silber

    HURRA - Entwarnung!!!
    So, heute hatte ich endgültig die Möglichkeit, die Sache mit der Gruppenpädagogin zu besprechen und klären!

    Die Sache mit dem Nikolo war jene, dass eine andere Kigä beim Morgenkreis ein Lied gesungen hat, in dem eben vorkam, dass Nikolaus ein alter Mann war und schon gestorben ist - da gab es dann Aufruhr unter den Kindern und die Gruppen-Kigä hat dann den Kindern dann erklärt, wer Nikolaus war - war aber über dieses Lied selbst erstaunt.

    Das Kind das unserem Sohn soviel Unsinn vermittelt hat, war keine Übertreibung von mir - lt. seiner Kigä ist dieser Bub über-drüber und es folgt ein Elterngespräch mit dessen Eltern.

    Sie gab auch zu, dass es durchaus möglich ist, dass er vormittags noch nie in anderen Gruppen war und versprach darauf zu achten, dass er alle Angebote kennenlernt und er sie auch entsprechend seinen Wünschen annimmt.

    Die Kigä verstand voll und ganz meine Aufregung und gab zu, dass auch ihr der Kragen geplatzt wäre, wenn innerhalb eines Monats soviel auf eine Mutter reinbricht, das sie von ihrem Sohn nicht gewohnt ist - auch sie fand die Sachen, die der Kollege meines Sohnes unserem Sohn vermittelt hat, als haarsträubend.

    Ich bin froh, dass alles geregelt ist, dennoch war meine Aufregung nicht so ganz sinnlos und scheinbar sind meine Erwartungen an den KiGa doch nicht zu hoch gesteckt.

    Schöne Grüße
    anroma​
     
  19. eben! reden mit den leuten nicht etwas zusammenreimen was vielleicht so gar nicht ist wie es scheint.
     
  20. triddy

    triddy Gast-Teilnehmer/in

    das was ma eh seit 2 tagen alle schreiben... endlich wars soweit :D
     

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